Ein Fest wie kein anderes: Falkensteiner lieben ihr Kellerfest

vom 27. August 2013

„Königsteiner Woche“ vom 22. August 2013

Falkenstein (el). Zugegeben, der Weg hinauf zur Falkensteiner Burg mag so manchem ein wenig beschwerlich vorkommen, doch am vergangenen Wochenende wurde man nicht nur mit einem herrlichen Panorama-Blick für diese Mühen entlohnt, sondern auch damit, ein einzigartiges Fest mitfeiern und genießen zu können.

Bei Letzterem handelt es sich um das Vereinsfest der Falkensteiner Sänger, des MGV Falkenstein, das gemeinhin seit Jahrzehnten als „Kellerfest“ bekannt ist und so etwas wie eine geheime Generalprobe für das am morgigen Freitag beginnende Burgfest darstellt. „Viel besser“, würden da bestimmt die Falkensteiner Einspruch einlegen, schließlich ist es ein Ort, an dem laut und leise gefeiert werden kann – jeder nach seiner Fasson.

Jene, die sich unter der weißen Zeltplane in den beiden miteinander verbundenen „Kellern“ unterhalten wollten, waren ebenso willkommen und gut aufgehoben wie solche in Feierlaune, die es zu später Stunde zur tschechischen „Nationalhymne“ „Aus Böhmen kommt die Musik“ zum Tanzen auf die Tische trieb. Und das stets animiert von einem Alleinunterhalter Heinz Eichhorn, der gut und gerne eine ganze Kapelle ersetzen konnte, was er an den beiden Tagen des Festes auch tat. Schließlich hatte er bereits zum zweiten Mal in Folge den Platz der angestammten Kapelle aus Tschechien, dem Lyra-Club, eingenommen. Dabei ehrt es Heinz Eichhorn sehr, dass der eigene Fanclub, mit dem die Tschechen stets gesegnet waren – der „MGV Falkenstein-Nord“, ihn plötzlich als Stimmungsgaranten hoch leben ließ.

Erleichterung stand dem ersten Vorsitzenden Markus Schleicher auch am Sonntagmittag ins Gesicht geschrieben, als er vom Aufbau berichtete, der mit 25 Helfern stressfrei geklappt hatte. Vor dem Fest muss viel angepackt werden: Es gilt, die Planen über den Kellerruinen aufzuziehen, damit die Gäste nicht nur das Gefühl eines überdachten Gewölbes haben, sondern das Fest auch trockenen Hauptes genießen können, was sich gerade am zweiten Tag als sehr wertvoll erwiesen hat.

Auch die Wegbeleuchtung ist ein Posten, der abgearbeitet werden muss, ebenso wie die Getränkelieferung auf die Burg. „Das Fest behauptet sich gut“, zog ein zufriedener Markus Schleicher eine erste Bilanz. Neben den Stammgästen – zahlreiche Falkensteiner unterstützen dieses Fest – hätten auch viele junge Leute den Weg hierher gefunden. Schließlich wird mit den Einnahmen, wie etwa durch den Verkauf von Losen oder aber Spezialitäten vom Grill, Getränken und von den Frauen selbst gebackenen Kuchen (über 30 verschiedene an der Zahl) ein nicht unerheblicher Teil des Honorars für den Dirigenten für die einzelnen Chöre innerhalb des Vereins abgedeckt.

Dazu gab es zum diesjährigen Fest auch mit der Cocktailbar im hinteren Keller eine Premiere: Hugo, Aperol-Spritz & Co. fanden Anklang bei den Feierwilligen. „Wir sind ein gutes Team im Vorstand“, hob 1. Vorsitzender Markus Schleicher auch das gute Miteinander im Verein hervor, das bei Anlässen wie diesem nicht nur besonders praktisch ist, sondern auch eine tiefer gehende Aussage über das Wir-Gefühl innerhalb des Vereins trifft.

Im September will der MGV Falkenstein im Rahmen eines Rock-Pop-Projektchors eine weitere Facette von sich zeigen. Im Oktober steht dann auch noch die Vereinsfahrt nach Essen an.

Südsee-Atmosphäre über dem Taunus

vom 25. August 2013

„Taunus-Zeitung“ vom 21.08.2013 (krg)

Das Kellerfest des MGV 1875 Falkenstein bot bei aller Tradition eine willkommene neue Attraktion bei den Getränken. Auch die Aussichten für die Zukunft scheinen gut.

Falkenstein. Manchmal muss man sich das kühle Bier, die Pommes oder den Tombolasieg erst körperlich verdienen – wie zum Beispiel auf der Falkensteiner Burg. Denn da müssen Feierfreudige zunächst den Berg hinauf. Doch das Ziel versöhnt dann gleich in zweierlei Hinsicht: Zum einen schmeckt der Lohn viel besser und zum anderen wird der Einsatz mit einer wundervollen Aussicht über das weite Tal entschädigt. Deshalb lockte das Kellerfest des Männergesangverein (MGV) 1875 Falkenstein am vergangenen Wochenende auch wieder zahlreiche Besucher an.

Dass Bierbänke parat stehen, abends Lampen den Weg beleuchten und fürs leibliche Wohl ausreichend gesorgt wird, bedeutet allerdings für die Ausrichter harte Arbeit: Am Mittwoch die Dachplane aufziehen, am Donnerstag die Wegebeleuchtung so hoch in die Bäume spannen, dass keiner sie abreißen kann, und dann am Freitag und Samstag die restlichen Arbeiten erledigen.

„Es fährt uns halt keiner hoch. Da liefert keiner an. Deshalb müssen wir die Getränke selbst hochschleppen und auch das Zelt abholen“, erzählt Jochen Ganninger. Das Chormitglied steht hinter dem Grill, wendet das Fleisch und meint: „Es ist angenehm, so könnte es bleiben.“ Ebenso wenig gestresst geben sich die zwei Helfer, die mit bunten Hawaii-Ketten um den Hals hinter der Cocktailbar stehen. Zum ersten Mal werden beim Kellerfest Cocktails wie Hugo oder Cuba Libre serviert. Mit stilechter Bambusfassade an der Bar und Sombrero-Hut an der Zeltwand werden die Besucher gleich in die richtige Stimmung versetzt. Dazu kommt die gute Laune, die Gerd Axel Henkel und seine Assistentin versprühen: „Die habe ich schon seit 67 Jahren. Das ist eine Lebenseinstellung.“ Assistentin Victoria „von Falkenstein“, wie sie spontan von ihrem Mitstreiter getauft wird, gibt allerdings zu, dass sie auch ein bisschen probiert haben. Die beiden sind auf jeden Fall bester Dinge, weil die Cocktailidee gut ankommt. „Wir sind ganz begeistert, weil wir so viele nette Gäste haben, denen unsere Cocktails offensichtlich schmecken. Die träumen jetzt schon von dem Drink, den sie noch gar nicht haben“, sagt Henkel und lacht.

Gestresster sind hingegen die Chormitglieder, die bedienen, wie etwa die Vorsitzenden Markus Schleicher und Walter F. Schäfer. Sie haben keine Zeit, um sich einen Cocktail zu gönnen, sondern hetzen zwischen Getränke- und Essensausgabe hin und her. „Selbstbedienung wäre das totale Chaos. Mit den Getränken drüben und dem Essen hier“, erklärt Grillmeister Ganninger, warum die Chormitglieder den Gästen sogar das Schlangestehen ersparen.

Die wichtigste Frage aber beantwortet der Vorsitzende Schleicher dennoch im Vorbeigehen, nämlich ob das Fest trotz des logistischen Aufwands weiter in dem lauschigen Gemäuer stattfinden wird: „Es wird immer schwerer. Wir hatten leider dieses Jahr im Verein Todesfälle zu beklagen, und diese Menschen haben viel für den Verein gemacht.“ Die gute Nachricht schiebt Schleicher hinterher: „Aber wir haben so großen Zuspruch bekommen, auch von anderen Vereinen. Wir waren teilweise 25 Mann zum Aufbauen. Das hatten wir noch nie. Wenn das immer so ist, dann machen wir selbstverständlich weiter.“

 

MGV lädt zum Kellerfest auf die Falkensteiner Burg

vom 15. August 2013

„Taunus-Zeitung“ vom 13. August 2013

Falkenstein (tz). Eine Woche vor dem Königsteiner Burgfest bringen sich die Falkensteiner schon einmal in Feierlaune. Einer guten Tradition folgend lädt der Männergesangverein (MGV) zum Kellerfest auf die Falkensteiner Burg. Die Vorbereitungen laufen den Veranstaltern zufolge bereits auf Hochtouren, von übermorgen an wird auch das Burggelände von den Sängern hergerichtet. Los geht´s dann am Samstag um 17 Uhr. Die Versorgung mit stimmungsvoller Musik, Essen und Trinken ist an beiden Tagen sichergestellt. Am Sonntagmittag beispielsweise stehen frisch zubereitete Schnitzel mit Soße im Angebot. Am Nachmittag wird für die Besucher eine reichhaltige Kuchentheke mit Selbstgebackenem aufgeboten. Erstmalig wird der MGV darüber hinaus eine kleine Cocktail-Bar mit erfrischenden Getränken auf der Burg einrichten. Ein Preisschießen, Spiele für Kinder und eine attraktive Tombola runden das Programm ab. Für die musikalische Unterhaltung sorgt das Königsteiner „Urgestein“ Heinz Eichhorn, der an beiden Tagen aufspielen wird. Auch wenn sie mit der Organisation alle Hände voll zu tun haben, wollen es sich die Sänger natürlich nicht nehmen lassen, ihren Gästen einige Lieder zum Besten zu geben. Der MGV freut sich auf einen regen Besuch und hofft vor allem auf gutes Wetter. Nicht nur der Stimmung wegen: Als einer der Höhepunkte des Festes wird am Samstagabend ein Feuerwerk gezündet. Wem der Weg auf die Burg zu beschwerlich ist, für den steht am Sonntag von 11 Uhr an ein Kleinbus zum Transport an der Kirche bereit. Die Abfahrtzeiten hängen aus. Der MGV bittet im Voraus um Verständnis, falls es am Wochenende rund um die Burg ein wenig lauter als sonst werden sollte.

MGV will sich erneuern mit Rock- und Pop-Titeln

vom 2. August 2013

„Königsteiner Woche“ vom 11.07.2013

Falkenstein (el) – Tradition und Erneuerung – wenn einem Verein das Wechselspiel zwischen beiden gelingt, dann ist er gut aufgestellt für die Zukunft. Das dachten sich auch Markus Schleicher, 1. Vorsitzender des MGV Falkenstein und sein Vize Walter Schäfer, als sie die Idee ihres Dirigenten aufgriffen, es mit einem Rock-Pop-Chor mit einem moderneren Repertoire aufzunehmen. Das soll jedoch nicht heißen, dass man mit der bisherigen Tradition eines Männerchores, Frauenchores („CantaNobis“) und eines gemischten Chores innerhalb des Gesangvereins brechen möchte. „Wir machen einfach mal was anderes“, lädt Markus Schleicher alles Interessierten dazu ein, mal etwas Neues auszuprobieren.

Um herauszufiltern, in welcher Hinsicht der Verein eine sinnvolle Veränderung herbeiführen könnte, hatte man sich im Frühjahr zu einem „Brainstorming“ getroffen, zu dem alle Vereinsmitglieder eingeladen waren. Resultat war das neue Rock-Pop-Projekt, das im September an den Start gehen soll – es wird Rhythmus-orientiert gearbeitet, man sollte ein gutes Gehör für Melodien mitbringen und den Gefallen an moderner Musikliteratur haben.

Gegründet wurde der MGV Falkenstein 1875 als reiner Männerchor. Seit 1994 existiert auch der Frauenchor „CantaNobis“ innerhalb des Vereins – eine Idee, die auf eine spontane Gründung während des Kellerfestes des Vereins zurückzuführen ist. Seit einiger Zeit singen die beiden Sparten innerhalb des MGV auch gemischt und dafür ist stets die letzte Chorprobe des Monats reserviert. Geprobt wird immer montags im eigenen Vereinshaus in der Straße Alt Falkenstein, das man vor einigen Jahren in Eigenregie aufwändig saniert hat. Die Frauen üben von 18.45 bis 20.15 Uhr und die Männer übernehmen im Anschluss bis 22 Uhr.

Was nicht von der Hand zu weisen ist: Trotz zahlreicher umjubelter Auftritte – im vergangenen Jahr hatte man mit dem Wehrheimer Verein „Cantus Wirena“ zusammen ein Weihnachtskonzert in der katholischen Kirche in Falkenstein gegeben und gewonnener Wettstreite – muss auch der MGV in Zeiten wie diesen Sängermangel beklagen. Um dem entgegenzuwirken habe man schon einiges unternommen, berichtet Markus Schleicher. Man habe Werbung gemacht in der Presse und habe sogar eine CD mit Hörproben verteilt sowie Mailings mit persönlicher Ansprache durchgeführt. Erfreut habe man auch während des vor kurzem von allen Falkensteiner Vereinen durchgeführten „Tanz in den Mai“ registriert, dass man durch seine Präsenz zwei neue Mitglieder für den Frauenchor habe gewinnen können. Doch es könnten für beide Chöre durchaus noch mehr sein. Sogar auf dem Kellerfest, das in diesem Jahr am 17. und 18. August gefeiert wird, hatte man bereits versucht, neue Mitglieder für die Sangeskunst zu interessieren. Eine Fusion der beiden Chöre stehe jedoch nicht zur Debatte, sagte Schleicher ganz klar und verweist auf das neue Projekt, mit dem auch frischer Wind in die Vereinsstruktur wehen soll.

So stellt man sich in Zukunft vor, dass jeweils die dritte Probe im Monat im ersten Teil der neuen Pop-Rock-Gruppe gewidmet werden soll, während die restlichen Gesangstunden nahezu nach bisherigem Plan verlaufen.

Nun haben die Aktiven innerhalb des Vereins erst einmal alles auf das bevorstehende Kellerfest auf Burg Falkenstein ausgerichtet. Auf die Gäste warten unter anderem ein ausgedehnter Frühschoppen am Sonntag, ein Feuerwerk, eine Tombola, ein Schießstand, Leckeres vom Grill und Auftritte beider Chöre. Alleinunterhalter Heinz Eichhorn, vielen bestens bekannt aus der Königsteiner Fassenacht, wird das Geschehen musikalisch umrahmen. „Wir wollen am Kellerfest auch Werbung für die Rock-Pop-Idee machen“, sagt Walter Schäfer, der zusammen mit den weiteren Vorstandsmitgliedern jetzt auch schon in Richtung Herbstferien blickt, denn vom 12. bis 15. Oktober steht die Vereinsfahrt nach Essen unter dem Motto „Kunst, Kultur und Kohle“ an. Untergebracht sind die Teilnehmer in einem Vier-Sterne-Hotel, im Preis von 374 EUR ist Halbpension mit inbegriffen.
Wer noch mitfahren möchte, der kann sich entweder bei Markus Schleicher unter Telefon 06174/4582 oder aber bei Walter Schäfer, Telefon 06174/5329 melden. Gleiches gilt auch bei Interesse am neuen Pop-Rock-Projekt oder aber am Chor allgemein.