MGV Falkenstein im Ruhrgebiet

vom 14. November 2013

„Königsteiner Woche“ vom 24. Oktober 2013

Falkenstein (red). „Kunst, Kohle und Kultur, datt findse alles anne Ruhr!“. So etwa lautete das Motto einer Viertagesfahrt des MGV 1875 Falkenstein vom 12. bis 15. Oktober. Begleitet von einem Redaktionsteam des WDR (Beitrag für die Sendung „Lokalzeit Ruhr“), lernte die Reisegruppe die interessante Geschichte und Gegenwart der zu Unrecht als schwarz und verrußt gescholtenen Region kennen. An zahlreichen Industriedenkmälern ließen sich Aufstieg und Fall der Kohle- und Stahlindustrie des 19. und 20. Jahrhunderts nachvollziehen. Nach Schließung fast aller Zechen und Kokereien war eine Umorientierung der Region auf andere Geschäftsfelder unumgänglich. So konnte die Reisegruppe des MGV hautnah erleben, was das Ruhrgebiet unter anderem zur Kulturhauptstadt 2010 gemacht hat.

Die prunkvolle Villa Hügel, die Gartenstadt Margarethenhöhe und das imposante Welterbe Zeche Zollverein in Essen gehörten ebenso zu den Highlights der Reise, wie das Deutsche Bergbaumuseum mit Anschauungsbergwerk und Förderturm in Bochum sowie der Gasometer in Oberhausen mit der aktuellen Christo-Ausstellung „Big Air Package“. Apropos Kunst und Kultur: Der Besuch der Komödie „Die Perle Anna“ von Marc Camoletti mit Anita Kupsch am Theater im Rathaus war für alle Beteiligten Kunst an den Lachmuskeln! Aber nicht nur im Theater wurde viel gelacht, sondern auch an der Hotelbar, wo man sich abends in gemütlicher Runde traf und den Tag bei einem guten Rotwein oder frisch gezapften Bier ausklingen ließ. Und so blickt der MGV zufrieden auf eine gelungene Vereinsfahrt zurück, von der alle mehr oder weniger wohlbehalten zurückgekehrt sind. Der Versuch, zusammen mit einem Berg-Knappenchor ein kleines Konzert zu veranstalten, schlug leider fehl. Umso schöner war es, dass die Sängerinnen und Sänger zum Abschied, schon im Bus sitzend, das alte Bergmannslied „Der Steiger kommt“ erschallen ließen, das sie einen Tag zuvor in mühevoller Detailarbeit geprobt und zunehmend verfeinert hatten. Dies muss das Reporter-Team des WDR dermaßen beeindruckt haben, dass Sequenzen daraus im Filmbeitrag berücksichtigt wurden.