Treffen der singenden Generationen

vom 15. April 2014

Taunus Zeitung vom 08.04.2014

Falkenstein. Die Begeisterung für das Singen kennt keine Altersunterschiede. Den wohlklingenden Beweis traten die Sängerinnen und Sänger des MGV 1875 Falkenstein jetzt beim Gemeinschaftskonzert mit den „Himbeerwichteln“ der Falkensteiner Grundschule an.

Hier die „Großen“ vom traditionsreichen Gesangverein, der im kommenden Jahr sein 140-jähriges Bestehen feiert, dort die „kleinen“ Nachwuchssänger – da scheinen die Rollen klar verteilt, die Wichtel singen moderne Sachen, und die Erwachsenen huldigen dem guten alten Liedgut. Von wegen! Chorleiter Mark Opeskin und seine Herren machen aus dem über 200 Jahre alten Volkslied „Oh, du lieber Augustin“ von Lorenz Maierhofer mal eben einen „Augustin-Rap“. „Coole Sache“ dürften wohl auch die Grundschüler gedacht haben, die unter der Leitung von Evi Dorn und Friederike Müller das Konzert mit „Alle Vögel sind schon da“ und „Was hast du denn für Talente?“ schwungvoll eröffneten.

Das passte perfekt zu dem Versprechen, das MGV-Chef Markus Schleicher amüsiert dem zahlreich versammelten Publikum gegeben hatte: „Wir wollen mit unserem Konzert gute Stimmung verbreiten. Keiner von Ihnen wird in tiefe Melancholie verfallen.“ Neben dem Männer- sowie dem Frauenchor „CantaNobis“ präsentierten sich in der Aula der Grundschule auch die beiden anderen, noch recht jungen Ensembles der Vereins: der gemischte Chor sowie der Projektchor „Pop&Rock“.

Mehrere Male wurde es auf der Bühne sogar richtig eng, hatten die großen und kleinen Sänger sich für das Gemeinschaftskonzert doch etwas Besonderes ausgedacht. Zum „Falkensteinlied“ nach der Melodie von „Muss I denn“ und weiteren Beiträgen rückten Jung und Alt  zusammen, um gemeinsam zu singen. Ein Experiment, das auf Anhieb klappte, obwohl die Sänger zuvor nur einmal gemeinsam geprobt hatten. Alles lief wie am Schnürchen.

Insgesamt boten die Sängerinnen und Sänger ein buntes vielfältiges Programm mit traditionellen Volksweisen, Schlagern und bekannten Rock- und Pop-Liedern, mal traditionell, mal abgewandelt. Ihnen war der Spaß an der Sache anzusehen beziehungsweise anzuhören. Und dieser Funke sprang auch über. Ein Blick durch die Zuschauerreihen ließ viele im Rhythmus wippende Füße erkennen, der dazu passende, weil anhaltende Applaus belohnte die Sänger. (juba)

Gemeinsames Konzert der Falkensteiner Chöre

vom 15. April 2014

Taunus Zeitung vom 02.04.2014

Falkenstein. „Gesang und Klang der guten Laune“. Unter diesem Motto steht das Konzert des MGV 1875 Falkenstein, das der Verein am Samstag in der Aula der Falkensteiner Grundschule ausrichtet. Zu ihrem Konzert haben die Falkensteiner Sänger den Chor „Himbeerwichtel“ der Falkensteiner Grundschule eingeladen, der einen Teil des Konzertes mit eigenen Liedern gestalten wird. Zudem werden die Grundschüler auch mit den MGV-Chören zusammen singen.

Bei diesem Konzert sollen der Spaß und die Freude am Singen im Vordergrund stehen. Darauf sind auch das Programm und die Liedauswahl ausgerichtet, die gute Laune versprühen und den Besuchern den Spaß am Singen vermitteln sollen. Die Chorleiter Mark Opeskin vom MGV sowie Evi Dorn und Friederike Müller vom Schulchor haben versucht, eine gelungene Mischung zusammenzustellen.

Angefangen von Songs der Beatles über Lieder von Reinhard Mey bis hin zu Hits von Rod Stewart bietet das Programm viel Abwechslung. Im Rahmen des Konzertes wird auch erstmals der Projektchor „Pop & Rock“ des MGV auftreten.

Mit Rücksicht auf die teilnehmenden Kinder beginnt das Konzert bereits um 17 Uhr. Der Eintritt beträgt 10 Euro für Erwachsene, Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt. Eintrittskarten sind bei allen Sängerinnen und Sängern erhältlich.

Mit einem Teil des Erlöses aus dem Konzert wird der MGV ein Projekt des Schulchores unterstützen.

Alles, nur kein Abgesang

vom 12. April 2014

Taunus Zeitung vom 17.02.2014

Mit „Pep und Schwung“ will der MGV 1875 neue Mitglieder werben. Dieses Vorhaben gelang im vergangenen Jahr nur bedingt.

 Falkenstein. Ereignisreich war das vergangene Jahr – wie jedes Jahr des Männergesangvereins 1875 Falkenstein. Doch anders als zu den Blütezeiten der Sangeskunst war es vor allem geprägt von der Sorge, wie es mit dem Traditionsverein weitergeht. Und diese Sorge ist noch lange nicht vom Tisch, wie die Jahreshauptversammlung des MGV 1875 am Freitag im Bürgerhaus zeigte.

 Auch in diesem Jahr sank die Zahl der Mitglieder weiter. Neun Abgängen standen nur fünf Zugänge gegenüber. Die Zahl der aktiven Sänger liegt bei 22 Frauen und 19 Männern, der Altersdurchschnitt bei etwa 60 Jahren. Der Mitgliederschwund hat auch wirtschaftliche Folgen. Der Vorstand musste 2013 darüber nachdenken, die Mitgliederbeiträge zu erhöhen, sah dann aber doch davon ab.

Im Frühjahr 2013 hatten sich die Mitglieder zu einem Gedankenaustausch getroffen, um Strategien für Mitgliederwerbung zu entwickeln. Ein Ergebnis war der Pop- und Rockchor, der im September zum ersten Mal geprobt hat und der jetzt auch noch mit einem Flyer beworben werden soll. Doch nicht alle sind von dem Projekt überzeugt. Deshalb wurde unter anderem die Frage gestellt, ob durch die Aktion tatsächlich Mitglieder auch für die anderen Chöre gewonnen würden. Nach Angaben des Vorstands ist dies der Fall.

Doch auch wenn die Formation kleine positive Effekte auf die Mitgliederbilanz zu haben scheint, so hat sie doch eine negative Auswirkung. Der Frauenchor kann nur noch ein Mal pro Monat proben, da der Dirigent nun noch einen Chor mehr betreuen muss. Beim Frauenchor geht die Angst um, deswegen Sängerinnen zu verlieren. Auch der Vorstand ist mit der Situation alles andere als glücklich und sucht nach einer Lösung.

Kooperation angestrebt

Gleichzeitig versucht der Verein an anderer Stelle, das Überleben zu sichern – durch Kooperationen mit anderen Königsteiner Chören. Positive Signale gebe es dabei von Kurt Nachtsheim vom Männerchor 1893, berichtete Vorsitzender Markus Schleicher: „Da bin ich recht zuversichtlich, dass wir in diesem Jahr gemeinsam etwas bewegen.“

Dem Vorstand macht offenbar keiner Vorwürfe wegen des Mitgliederschwundes, denn der wurde ohne Gegenstimmen in seinem Amt für weitere zwei Jahre bestätigt: Markus Schleicher als Vorsitzender, Walter Schäfer als stellvertretender Vorsitzender, Dieter Stemmler als Kassierer und Gabi Schmied als Schriftführerin. Auch die Beisitzer und die stellvertretende Schriftführerin blieben im Amt. Die einzige Veränderung gab es beim stellvertretenden Kassierer. Bärbel Henkel, vormals Beisitzerin, übernahm den vakanten Posten.

Bei aller Sorge konnte Markus Schleicher auch Positives vermelden. Das Kellerfest im August 2013, eine der Haupteinnahmequellen für den Verein, kam sehr gut bei den Besuchern an: „Alle Vorstandsmitglieder waren mit dem finanziellen Erfolg zufrieden. Die Cocktailbar war ein voller Erfolg. Das wollen wir ausweiten.“ In diesem Jahr wird das Fest schon am Freitag beginnen, denn die Königsteiner Feuerwehren möchten den Abend gemeinsam auf der Burg feiern. „Eine tolle Sache“, wie der Vorsitzende festhielt. Für das Sonntagsprogramm werden hingegen noch gute Ideen gesucht, denn dort sind die Zahlen etwas rückläufig. 2014 wird das Kellerfest wegen der späten Ferien allerdings schon sehr früh stattfinden und fällt mit dem Endspiel der Fußball-WM zusammen.

Eigenes Konzert im April

Vor dem Kellerfest steht für den Verein jedoch erst einmal etwas anderes im Vordergrund: Am 5. April wird es endlich wieder ein eigenes Konzert geben. Und zwar zusammen mit der Grundschule. 2013 hatte der MGV 1875 auf ein eigenes Konzert verzichtet, was sich negativ in den Einnahmen niederschlug. „Pep und Schwung“ sollen das Konzert auszeichnen. Dabei hofft der Vorstand, dass sich durch das gemeinsame Singen mit den Kindern auch eine neue Klientel erschließt, nämlich die der Eltern. Trotzdem mahnte der Vorsitzende alle: „Es bedarf noch vieler guter Ideen und helfender Hände. Deshalb appelliere ich an alle Mitglieder, sich nicht nur mit Rat, sondern mit Tat einzubringen.“