Musikalische Gipfelstürmer sorgen für melodische Höhenflüge

vom 29. Oktober 2015

„Königsteiner Woche“ vom 8.10.2015

Falkenstein (js) – Feiern, feiern und nochmals feiern, lautete das Credo des MGV 1875 Falkenstein, der am vergangenen Wochenende an gleich drei Abenden hintereinander die Bühne des Bürgerhauses in Beschlag genommen hatte. Anlass hierfür war das stolze 140-jährige Jubiläum eines „Vereinsurgesteins“, dem es gelungen ist, so viele Generationen mit seiner Gesangskunst zu erfreuen und gleichzeitig zu überdauern.

Kein Wunder also, dass sich an diesem Jubiläumsabend so ziemlich alles ums Singen drehte. Dabei sorgte aber bei Weitem nicht nur der MGV selbst für musikalischen Ohrenschmaus, sondern auch fünf weitere Falkensteiner Vereine, die sich, auch wenn sie ansonsten nicht viel mit Musik am Hut haben, dem Gesangswettbewerb tapfer stellten. Doch bevor mit dem Songcontest so richtig in die Vollen gegangen werden konnte, durfte natürlich die gute alte „Olga Orange“ zum Einstieg in die rauschende Partynacht nicht fehlen.  …..

Nach dem süß-sauren Galgenhumor wurde es schließlich wieder etwas stiller im Saal, was ganz allein Zauberkünstler Felix Gauger zuzuschreiben war, der zur Abwechslung mal nicht zum Lachen, sondern zum Staunen animierte. Wem gelingt es schon, aus einem völlig inhaltlosen, roten Luftballon beim Zerplatzen eine Flasche Wein zu entlocken? Doch bevor man darüber rätseln konnte, da folgte auch schon die nächste, magische Überraschung, mit der so keiner wirklich gerechnet hatte. …

Der Schlagersänger und Newcomer Patrick Kümmel beehrte an diesem Abend die Falkensteiner mit fetzigem Schlager, der nicht nur für abgefahrene Stimmung sorgte, sondern auch gleichzeitig schon mal auf den bevorstehenden Songcontest einstimmte. Nachdem die Stimmung bereits bestens aufgeheizt und die hungrigen Mägen ebenfalls in ausreichendem Maße gefüllt waren, ging es zum lange ersehnten und spannenden Teil des Abends über. Denn schließlich sollten ja die eingeladenen Vereine ihrem Gastgeber, dem MGV, auch zeigen, was sie musikalisch auf dem Kasten haben. Allen mutig voran startete der Heimatverein, der aus vollem Halse eine Hommage an die wunderbare Heimat anstimmte. Lumpen ließ sich aber auch die Konkurrenz nicht, die ebenfalls beherzt die Stimme erhob, so wie beispielsweise der „MGV Nord“. Einen wirklich guten Einfall hatte das Partnerschaftskomitee, das neben einem deutschen Lied auch gleich noch zu Ehren der anwesenden französischen Gäste das „Frére Jacques“ erklingen ließ. Etwas in die Trickkiste greifen musste hingegen die TSG Falkenstein, die zwar mit dem Vorsitzenden Jörg Pöschl ein wenig unterrepräsentiert war, aber Not macht ja bekanntlich erfinderisch und so wurden die beiden Kellner einfach kurzerhand ihres Amtes enthoben und zur Verstärkung des Einmannchores als die „singenden Kellnermeister“ ein wenig zweckentfremdet. … Sieger des Abends war der Mandolinenclub. Sowohl die in dunkle Mönchkostüme als auch das durch und durch geradezu andächtig klingende „Krasnawolski“, das immerzu im Gleichklang wiederholt wurde, stießen auf großen Zuspruch. Den Pokal in Form eines goldenen Mikrofons gab es angesichts solch origineller gesanglicher Beiträge glücklicherweise dann auch in fünffacher Ausfertigung.

„Ein derber Hund“: Begge Peder in Bestform für den MGV

vom 18. Oktober 2015

„Königsteiner Woche“ vom 8.10.2015

Falkenstein (el) – Wer hätte gedacht, dass man mit einem abgewetzten Filzhut, einem blauen Kittel und falschen Zähnen zu einem ganz anderen Menschen werden kann? Zu einem, über den man sich vor Lachen krümmen muss und das sogar ganze zwei Stunden lang. Das Studienobjekt heißt „Begge Peder“ und der hatte für sein Publikum das völlig ausverkaufte Falkensteiner Bürgerhaus wieder mal Geschichten mitgebracht, die er mitten aus dem Leben schöpft, über die er sozusagen auf der Straße stolpert. „Fertisch!“ würde der Begge Peder in seiner unnachahmlichen, miesmuscheligen Art auf Hessisch sagen, die ihn wiederum zum Sympathieträger wider Willen macht. Schließlich hackt Peter Beck – wie hätte das gedacht – in seiner Rolle als der unverbesserliche Hausmeister auf jedem rum und dabei, so verriet er seinen Zuschauern vorneweg, handele es sich dabei um lauter Geschichten „die stimmen“. Auch das noch! Muss man da befürchten, auch bald Opfer vom Begge Peder zu sein? „Mo gugge“ würde dieser wiederum antworten, um beim Titel seines Programms zu bleiben, das er am Freitagabend anlässlich des 140-jährigen Bestehens des Falkensteiner MGV zum Besten gab und dabei blieb kein Auge trocken. ……

Eigentlich ist Peter Beck, als bekanntes Gesicht der Meenzer Fassenacht, ja nicht nur ein Unterhalter und ein selbst ernannter „derber Hund“, sondern auch ein feiner Mensch, wie sich herausstellen sollte. Als Mitglied des Vorstands der Stiftung für krebskranke Kinder in Mainz hat er über die Jahre bereits 200.000 EUR für den guten Zweck gesammelt und ist, auch das sei verraten, neuerdings auf Facebook aktiv. Hinterher gab es aber ein echtes und kein virtuelles Treffen mit dem rheinhessischen Unikat, das dafür sogar eine eigene „Einkaufsdutt“ mitgebracht hatte, voll gepackt mit Fanartikeln des Begge Peder, die man im Paket kaufen und dabei noch Gutes tun konnte. Ein hoch zufriedener 1. Vorsitzender des MGV Falkenstein, Markus Schleicher, verließ nach dem Programm den großen Saal, um sich im Foyer und im Nebenraum, in dem Getränke ausgeschenkt wurden, noch lange mit den Gästen und Gratulanten des MGV auszutauschen.

Zehn Jahre MGV-Vereinshaus – Dankeschön an die Helfer von damals

vom 16. Oktober 2015

Königsteiner Woche vom 10.09.2015

Falkenstein (el) – Wie war das noch mit den Heinzelmännchen, den guten Hausgeistern, die nachts ihre Arbeit verrichteten, während die anderen schliefen? So oder so ähnlich muss es sich vor zehn Jahren abgespielt haben, als der MGV Falkenstein das ehemalige in die Jahre gekommene Haus in der Straße „Alt Falkenstein“ saniert hat, um hier ein neues zu Hause für den Verein zu schaffen, in dem nicht nur die Chorproben stattfinden könnten, sondern auch jede Menge weitere gesellige Aktivitäten. Es muss ein ziemlicher Kraftakt gewesen sein, wenn man sich die Bilder vor der Sanierung anschaut, die Vorstandsmitglied Dieter Stemmler in einer rückblickenden Diaschau in Erinnerung an dieses Ereignis von vor zehn Jahren am Freitagabend im Vereinshaus auf die Leinwand projizierte.

Zehn Jahre Vereinshaus des MGV – das habe man auch mit den Helfern von damals feiern wollen, begrüßte Vereinsvorsitzender Markus Schleicher zirka 20 Männer und Frauen aus den Reihen des Vereins, die damals kräftig mit angepackt hatten. Als Beleg für ihre Schaffenskraft dienten immer wieder die Bilder von vor einem Jahrzehnt, die viele von ihnen als Helfer auf der Baustelle zeigten, die in ein ehrenwertes (Vereins-)Haus umfunktioniert werden sollte.

Zehn Jahre Vereinshaus – Markus Schleicher, der vor einem Jahrzehnt noch den Posten des Vize im MGV bekleidet hatte, zieht ein durchweg positives Fazit. Die nächsten zehn Jahre habe man nun vor sich und das zu überschaubaren Konditionen. Alle Sängerinnen und Sänger des MGV, seine Mitglieder und Freunde freuen sich darauf.