Chormusik zum Christfest – Stimmungsvolles Weihnachtskonzert

Königsteiner Woche vom 22.12.2016

Das diesjährige Weihnachtskonzert des Männergesangverein 1875 Falkenstein war, was die beteiligten Chöre betrifft, eine Premiere. Zum ersten Mal hatten sich der MGV Falkenstein und die Singgemeinschaft 1860 / 1893 aus Königstein zusammengefunden, um gemeinsam ein Chorkonzert zur Weihnachtszeit zu gestalten. Mit der Chriskönigkirche in Falkenstein als Konzertort hatten die Verantwortlichen eine weise Wahl getroffen, denn die hervorragende Akustik der Kirche sollte den Besuchern des Konzertes ein wunderbares Klangerlebnis bescheren.

Markus Schleicher, 1. Vorsitzender des MGV Falkenstein führte gewohnt professionell durch das Chorprogramm und ein kleines beben lag in seiner doch stolzen Stimme, als er die Sängerinnen und Sänger des MGV Falkenstein ankündigte, die den ersten Teil des Konzertes mit drei sehr interessanten und grundlegend unterschiedlichen Weisen eröffneten. Die Zuhörer in der fast voll besetzten Kirche kamen zunächst in den Genuss einer indianischen Weise, die Mark Opeskin für den gemischten Chor arrangiert hatte. Darauf folgte eine sehr beeindruckende musikalische Interpretation des „Ave Maria“, wie sie sicher nur sehr wenige kannten. Dieses sehr modern wirkende Arrangement, bestehend aus einer Kombination von Sprechgesängen, war wahrhaftig außergewöhnlich und ließ manchen Zuhörer mit der Frage zurück, ob es sich nun um ein gebet oder ein Musikstück gehandelt hatte. Abgerundet wurde der erste Chorabschnitt mit einem Ghospel, dem naturgemäß die Freude am Glauben und am Gesang innenwohnte.

Diese drei gelungenen Darbietungen zeigten schon zu Beginn des Konzertes, über welches breite Spektrum der Chormusik sich die Zuhörer an diesem Abend freuen konnten. Der Fokus des ersten Konzertteiles lag jedoch eindeutig auf der nun folgenden Darbietung des „Messe Nr. 2 G-Dur“ für Männerchor und Orgel, komponiert von Charles Francois Gounod. Nachdem Markus Schleicher die Besucher ein wenig in das Lebenswerk von Gounod eingeführt hatte, stimmten die Sänger des MGV Falkenstein gemeinsam mit den Sängern der Singgemeinschaft Königstein und Cantus Wirena aus Wehrheim unter der Orgelbegleitung von Torsten Mann zunächst des „Kyrie“ der Messe an. Das von Gounod komponierte kirchliche Musikstück wurde mit der Bitte vorgetragen, die Messe als „Ganzes“ zu genießen und mit dem Applaus bis zum Schluss zu warten. Diese Bitte war im Verlauf der Aufführung voll und ganz nachzuvollziehen. Durch die wunderbare Akustik in der Kirche waren die Zuhörer vom Chorgesang „gefangen“. Die tiefen, volltönenden Männerstimmen kamen voll zur Geltung und die ergreifende Gesamtwirkung des Chorstückes ließ manchen Zuhörer wohlig erschauern. Die Messe wurde getragen von mehr als vierzig Männerstimmen, perfekt arrangiert und angeleitet von Mark Opeskin. Der nicht enden wollende Applaus der Zuhörer war der Lohn der Sänger für ihren wunderbaren Auftritt. Eine Steigerung war danach für den Moment kaum noch möglich und so entließ Markus Schleicher die Gäste nebst Sängerinnen und Sänger in eine 30-minütige Pause, in der den Gästen im katholischen Pfarrsaal kleine Stärkungen und Erfrischungen serviert wurden. …

Der zweite Teil des Konzertprogrammes stand ganz unter dem Stern der nahenden Weihnacht. Die Zuhörer erfreuten sich an einem umfassenden Potpourri internationaler Weihnachtslieder. Auf der Bühne standen nun die Sänger des MGV Falkenstein, der Singgemeinschaft Königstein sowie die Sängerinnen von „CantaNobis“ und „Sing mit Swing“. Das nun folgende Weihnachtsliederprogramm stellte zwar einen Kontrast zum kirchlichen Chorgesang des ersten Teiles dar, begeisterte die Zuhörer jedoch ebenso. Die Chöre unter der Leitung von Mark Opeskin und Wolfgang Gatescher harmonierten ganz wunderbar miteinander. Die sehr fröhlichen Stimmen ließen die Begeisterung der Sängerinnen und Sänger an der Chormusik deutlich erkennen. Dieser Funke sprang auch auf das Publikum über, als die Chöre nach einigen, weniger bekannten deutschen Weihnachtsliedern anschließend britische und amerikanische Weihnachtslieder anstimmten. … Die Lieder waren von den Chorleitern sehr anspruchsvoll arrangiert und forderten den Chören einiges Können ab. Die Sängerinnen und Sänger wurden diesem Anspruch aber voll und ganz gerecht und bezauberten ihr Publikum mit wunderschönen Liedern aus der Winter- und Weihnachtszeit.

Seinen stimmungsvollen Abschluss bildete das Lied „O, du fröhliche“, dass traditionell von den Chören und dem Publikum gemeinsam gesungen wird. Begleitet von Torsten Mann an der Orgel bildete dieses Lied das Ende eines wunderbaren Weihnachtskonzertes in Falkenstein. Wäre jetzt noch ein klitzekleines Schneeflöckchen vom Himmel gefallen, die Einstimmung auf Weihnachteen wäre an diesem Abend perfekt gewesen.