„Ein derber Hund“: Begge Peder in Bestform für den MGV

„Königsteiner Woche“ vom 8.10.2015

Falkenstein (el) – Wer hätte gedacht, dass man mit einem abgewetzten Filzhut, einem blauen Kittel und falschen Zähnen zu einem ganz anderen Menschen werden kann? Zu einem, über den man sich vor Lachen krümmen muss und das sogar ganze zwei Stunden lang. Das Studienobjekt heißt „Begge Peder“ und der hatte für sein Publikum das völlig ausverkaufte Falkensteiner Bürgerhaus wieder mal Geschichten mitgebracht, die er mitten aus dem Leben schöpft, über die er sozusagen auf der Straße stolpert. „Fertisch!“ würde der Begge Peder in seiner unnachahmlichen, miesmuscheligen Art auf Hessisch sagen, die ihn wiederum zum Sympathieträger wider Willen macht. Schließlich hackt Peter Beck – wie hätte das gedacht – in seiner Rolle als der unverbesserliche Hausmeister auf jedem rum und dabei, so verriet er seinen Zuschauern vorneweg, handele es sich dabei um lauter Geschichten „die stimmen“. Auch das noch! Muss man da befürchten, auch bald Opfer vom Begge Peder zu sein? „Mo gugge“ würde dieser wiederum antworten, um beim Titel seines Programms zu bleiben, das er am Freitagabend anlässlich des 140-jährigen Bestehens des Falkensteiner MGV zum Besten gab und dabei blieb kein Auge trocken. ……

Eigentlich ist Peter Beck, als bekanntes Gesicht der Meenzer Fassenacht, ja nicht nur ein Unterhalter und ein selbst ernannter „derber Hund“, sondern auch ein feiner Mensch, wie sich herausstellen sollte. Als Mitglied des Vorstands der Stiftung für krebskranke Kinder in Mainz hat er über die Jahre bereits 200.000 EUR für den guten Zweck gesammelt und ist, auch das sei verraten, neuerdings auf Facebook aktiv. Hinterher gab es aber ein echtes und kein virtuelles Treffen mit dem rheinhessischen Unikat, das dafür sogar eine eigene „Einkaufsdutt“ mitgebracht hatte, voll gepackt mit Fanartikeln des Begge Peder, die man im Paket kaufen und dabei noch Gutes tun konnte. Ein hoch zufriedener 1. Vorsitzender des MGV Falkenstein, Markus Schleicher, verließ nach dem Programm den großen Saal, um sich im Foyer und im Nebenraum, in dem Getränke ausgeschenkt wurden, noch lange mit den Gästen und Gratulanten des MGV auszutauschen.