Geschichte


Männerchor  im Jahr 1890


Wichtige Daten der Vereinsgeschichte

1875
Gründung als Männergesangverein „Frohsinn“ Falkenstein

1879
Weihe der Vereinsfahne

1914
Umbenennung in „Männergesangverein Falkenstein“

1926
Erstes Rundfunkkonzert in Frankfurt

1947
Neubeginn nach dem 2. Weltkrieg

1965
Teilnahme an der Sendereihe des HR „Hessische Chöre singen“

1970
Erste Konzertreise nach Berlin mit Auftritt im Großen Sendesaal des SFB

1972
Erste Konzertreise in die Partnergemeinde Le Mele sur Sarthe (Normandie)

1975
Feier des 100-jährigen Vereinsjubiläums mit 40 Gastvereinen

1979
Symbolische Übergabe eines von den Sängern freigelegten Burgkellerraumes an die Stadt Königstein; seither findet alljährlich das „Kellerfest“ des Vereins auf der Falkensteiner Burg statt

1985
Feier des 110-jährigen Vereinsjubiläums mit 37 Gastvereinen

1988
Konzertreise nach Berlin mit Auftritten in der Philharmonie und beim SFB

1993
Teilnahme am Hessischen Chorwettbewerb im großen Sendesaal des HR

1994
Gründung des Frauenchors „Canta Nobis“

1995
Feier des 120-jährigen Vereinsjubiläums mit 50 Gastvereinen

1998
Konzert mit Ivan Rebroff unter Beteiligung beider MGV-Chöre

1999
Konzertreise nach Rom mit Auftritt im Petersdom

2000
Feier des 125-jährigen Vereinsjubiläums mit 60 Gastvereinen

2002
Konzert mit den Limburger Domsingknaben

2003
Teilnahme beider Chöre am Hessischen Chorwettbewerb in Seligenstadt

2005
Konzertreise nach Le Mele sur Sarthe mit Besuch des Senats in Paris und Konzert beider Chöre in der Kathedrale Notre Dame

Sanierung des von der Stadt Königstein gepachteten Hauses Alt Falkenstein 15, mit Unterstützung zahlreicher Falkensteiner Handwerker und Förderer. Das Haus dient seither als Vereinssitz.

Feier des 130-jährigen Vereinsjubiläums mit Ausrichtung eines sakralen Chorwettbewerbs

2009
Mehrtagesfahrt nach Dresden mit Konzert in der Partnerstadt Königstein in Sachsen

2010
Feier des 135-jährigen Vereinsjubiläum mit Ausrichtung eines sakralen Chorwettbewerbs

 

Ausführliche Chronik

Am 3. Oktober 1875 trafen sich einige Falkensteiner Bürger, um einen neuen Verein zu gründen. Der Vereinszweck sollte die Pflege des deutschen Liedes so wie die gesellige Unterhaltung der Mitglieder sein. Der Neugründung gab man den Namen „Männergesangverein Frohsinn Falkenstein“. Es war der zweite Gesangverein, der jetzt in dem kleinen Dorf bestand, denn bereits seit 1861 gab es den Männergesangverein „Harmonia“. Über die Umstände der Vereinsgründung ist uns nichts überliefert. Möglicherweise war es eine bewußte Konkurrenzgründung zu dem bestehenden Verein.

Die Namen der Gründer und ihre Berufe sind uns alle überliefert und geben einen guten Einblick in die damaligen Falkensteiner Verhältnisse. Im einzelnen handelte es sich um: Philipp Becker, Maurer; Philipp Feger, Maurermeister; Nikolaus Greier, Maurer; Georg Schalk, Maurer; Heinrich Wolf, Maurer; Jakob Wolf, Waldarbeiter; Johann Harsy, Gärtner; Creszenz Ochs, Schuster; August Wollrab, Schuster; Ludwig Hasselbach, Maurer; Johann Geibel, Schneidermeister; Johann Feger, Landwirt; Kaspar Hasselbach, Landwirt; Johann Mühl, Landwirt (Reihenfolge und Schreibweise lt. Chronik).

Die meisten Namen kommen auch heute noch in Falkenstein vor, denn zahlreiche Nachkommen der Gründer leben nach wie vor hier am Ort. Als Vorsitzenden und Chorleiter konnte man den in Falkenstein tätigen Lehrer Kaspar Theis gewinnen. Die Chorproben fanden in den ersten Jahren im oberen Raum des alten Falkensteiner Rathauses statt. Für jeden, der die Räumlichkeiten kennt, ist das nur schwer vorstellbar und wäre heutzutage unmöglich. Die Statuten, die sich die Mitglieder gaben, umfaßten 19 Paragraphen und regelten die Pflichten gegenüber dem Verein sowie das Verhältnis der Mitglieder untereinander.

Laut Gebäudeverzeichnis von 1875 hatte Falkenstein damals 90 Wohnhäuser und landwirtschaftlich genutzte Baulichkeiten. Das Dorf gruppierte sich um das Rathaus herum im Bereich des heutigen „Alt-Falkenstein“. Die Einwohnerzahl lag bei ca. 630. Falkenstein gehörte verwaltungsmäßig zu dem seit 1867 bestehenden neuen preußischen „Obertaunuskreis“ mit Sitz in Bad Homburg. Bürgermeister war Wilhelm Eigner, der das Amt von 1849 bis 1876 innehatte. Nach der Revolution 1848 waren die „Schultheißen“ durch die „Bürgermeister“ ersetzt worden. Von 1876 bis 1879 fungierte der Spezereihändler und Präsident der Kriegsveteranen, Philipp Mühl, als Bürgermeister, ihm folgte dann der Landwirt Heinrich Mühl, der das Amt dreißig Jahre lang bekleidete. Trotz der zum Teil ungünstigen Klima- und Bodenverhältnisse spielte die Landwirtschaft für die Eigenversorgung der Bevölkerung eine nicht unwichtige Rolle. 1875 lagen 44 ha Ackerland und 67 ha Wiesenfläche im Falkensteiner Gemeindebereich. Seit 1874 bestand in Falkenstein (auf dem Gelände des heutigen Hotels Kempinski und Asklepiosklinik) eine große Heilanstalt für TBC-Kranke, die vor allem durch ihren Leiter Geheimrat Dr. Peter Dettweiler und dessen Therapien in kurzer Zeit weit über Deutschland hinaus bekannt wurde und Patienten aus vielen Ländern nach hier führte. Nachdem der Schulunterricht jahrelang an verschiedenen Orten abgehalten wurde, errichtete die Gemeinde 1887 ein neues Schulhaus (heutiges Gelände HL-Markt). Wegen der großen Kinderzahl (über 150 schulpflichtige Kinder) wurde bereits 1899 eine dritte Lehrerstelle eingerichtet.

Die Aktivitäten des neuen Vereins liefen ganz allmählich an. Für 1877 wird von einer Weihnachtsfeier mit Konzert und Tanz im Saal des „Frankfurter Hof“ berichtet. Dieser Veranstaltung in den Räumlichkeiten des 1852 in Betrieb genommenen Hauses sollten im Laufe der Jahre noch viele folgen. Häufig lesen wir in den alten Aufzeichnungen von Festen, Konzerten, Fastnachtsveranstaltungen usw., die der MGV im Frankfurter Hof abhielt. Der erste Höhepunkt im Vereinsleben war dann ohne Zweifel die Weihe der neuen Fahne im Jahre 1879. Überhaupt stellte die Fahnenweihe bei Gesang- und auch Sportvereinen in früheren Zeiten ein ganz besonderes Ereignis dar, das jeweils mit größeren Festlichkeiten begangen wurde. So hatte auch der MGV zu seiner Fahnenweihe 70 auswärtige Vereine eingeladen, von denen 30 der Einladung folgten. Die herausragende Bedeutung einer Fahnenweihe wird auch durch die Tatsache unterstrichen, daß der Männergesangverein seinerseits zwischen 1880 bis 1905 an neun derartigen Festen befreundeter Vereine teilnahm. 1881 besuchte der Verein zum ersten Mal ein größeres Sängerfest, und zwar das Gau-Sängerfest in Schmitten. All dies zeigt, daß der neue Verein nach einer Zeit der Festigung und inneren Entwicklung sich schnell auch nach außen wandte, mit anderen Gesangsvereinen in Verbindung trat und sein Können auch außerhalb des Dorfes vorstellte. Nach den Aufzeichnungen des Vereinschronisten war die Verpflichtung eines geeigneten Chorleiters nicht selten mit Schwierigkeiten verbunden, da ein geeigneter Musikpädagoge nicht immer leicht zu finden war. 1886 übernahm der Hauptlehrer Wilhelm Fehler aus Kronberg für die folgenden 12 Jahre die Chorleitung. Neben dem Besuch von Wettstreiten und von Veranstaltungen anderer Gesangvereine wurde in großem Umfang die Geselligkeit gepflegt, ganz im Sinne der Gründer. Zahlreiche Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung – nicht selten auf geschmückten Leiterwagen – wurden unternommen. Man stelle sich einmal das bunte Bild vor, von dem aus dem Jahre 1897 berichtet wird: 100 Personen auf vier großen mit Grün und bunten Bändern geschmückten Leiterwagen bei einem Vereinsausflug nach Glashütten. 1904 hatten diese Fahrten sogar noch fernere Ziele, denn es heißt, daß damals über 40 Vereinsmitglieder, auf drei Wagen verteilt, bis nach Friedberg und Bad Nauheim fuhren.

Außer einem guten Chorleiter ist die Verfügbarkeit eines geeigneten Übungsraums für den Bestand eines Gesangvereins von nicht zu unterschätzender Wichtigkeit. Zunächst hielt der Verein, wie bereits berichtet, seine Übungsstunden in den oberen Räumen des Rathauses ab. Diese waren jedoch auf Dauer wegen ihrer geringen Größe nicht sonderlich geeignet. Am 1. Juli 1895 fand dann zum ersten Mal die Gesangstunde in dem kleinen Saal im ersten Stock des damaligen „Gasthaus Wolf“ statt. Über achtzig Jahre lang war dies anschließend das Vereinslokal des MGV. Als Nachfolger des Kronberger Lehrers Fehler übernahm 1898 der ebenfalls aus Kronberg kommende Musikdirektor Wilhelm Weimar das Dirigentenamt. Im gleichen Jahr wurde der MGV Mitglied im Maintaunus-Sängerbund. Das Jahr 1900 war für den MGV von besonderer Bedeutung, galt es doch, das 25-jährige Bestehen in einem entsprechenden Rahmen zu feiern. Das Jubiläumsjahr begann im Februar mit einem großen Konzert im Saal des Gasthauses „Nassauer Hof“ (später Weinhaus Hasselbach neben dem Rathaus). Das eigentliche Fest am letzten Wochenende im Juli stand vom Wetter her unter keinem guten Stern. Die Chronik berichtet von Unwettern, Blitzschlag und starkem Regen. Nachdem der Samstag bereits stürmisch verlaufen war – u.a. war die Beleuchtung ausgefallen – wurde das Fest am Sonntag mit Böllern von der Burg herunter „angeschossen“. 15 Gastvereine waren gekommen und zogen gemeinsam mit den Falkensteiner Organisationen, dem Jubelverein und 25 Ehrenjungfrauen unter den Klängen des Kronberger Musikvereins durch das geschmückte Dorf zum Festplatz „Unter den Eichen“. Die Mitteilung, daß 1.500 Teilnehmerkarten zum Verkauf angeboten wurden, zeigt die hohe Erwartung, die der Verein hinsichtlich der Besucherzahl hatte. Leider mußte die Veranstaltung jedoch bereits am frühen Nachmittag wegen eines schweren Gewitters abgebrochen und überstürzt in den Saal des „Nassauer Hof“ verlegt werden.

Im 25. Jahr seines Bestehens zählte der Verein 80 Mitglieder, davon waren etwa die Hälfte aktive Sänger. Die ersten Jahre des neuen Jahrhunderts brachten dem MGV einige Probleme bei der Dirigentenwahl. Wilhelm Weimar und sein Nachfolger, der Rektor Philipp Kern, schieden aus Altersgründen aus dem Amt. Der Verein konnte zwar Heinrich Kaltenhäuser gewinnen, dieser verstarb 1909 jedoch plötzlich. Der neue Chorleiter, Ludwig Sauer, Lehrer aus Kronberg, wie die meisten seiner Vorgänger, war dann für den Gesangverein ein Glücksgriff. Noch heute erzählen die älteren Mitglieder von seinem Können und Temperament, noch heute singt der Verein seine Kompositionen wie zum Beispiel „Falkensteins Nationalhymne“, das Taunuslied, und viele andere. Dreißig Jahre lang, bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges, leitete Sauer den MGV und formte ihn zu einem der bedeutenden Gesangvereine des Vordertaunus‘. In der Mitgliederversammlung des Jahres 1914 wurde die Satzung den veränderten Verhältnissen angepaßt und der Vereinsname in „Männergesangverein Falkenstein“ geändert.

Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges brachte einen ersten tiefgreifenden Einschnitt in das Vereinsleben des MGV, aber auch in das der übrigen Falkensteiner Organisationen und der gesamten Bevölkerung. Über 200 Einwohner mußten einrücken und waren über Jahre hin von Familie und Heimat getrennt. Darunter waren auch die meisten der aktiven Sänger. Ludwig Sauer, der noch andere Gesangvereine dirigierte, versuchte anfangs durch ein stärkeres Zusammengehen seiner Chöre die Lücken in den einzelnen Stimmen zu schließen, aber die zunehmenden Einberufungen, die Vermißten- und Todesmeldungen erlaubten bald keine Gesangstätigkeit mehr.

Die Einwohnerzahlen Falkensteins lagen zwischen 1895 und 1925 um 1000. Für 1900 wurden 926 und für 1925 1056 Einwohner gemeldet. Die TBC-Klinik des Dr. Dettweiler verlor Anfang des 20. Jahrhunderts stark an Bedeutung und wurde schließlich aufgegeben. 1906 verkaufte man das Gelände, auf dem jetzt ein Erholungsheim für kaiserliche Offiziere entstehen sollte. 1907 wurden die Gebäude abgerissen und der Grundstein für das neue Erholungsheim gelegt. Die Jahre zwischen 1880 und 1914 könnte man Falkensteins „kaiserlich-königliche Zeit“ nennen. Schon zu Zeiten Dettweilers kamen Angehörige des europäischen Hochadels – 1885 das rumänische Königspaar – zu Besuchen bei Verwandten, die in seiner Heilanstalt behandelt wurden und – wie z.B. 1901 der englische König – zur Besichtigung der Einrichtungen, um Anregungen für ähnliche Projekte zu sammeln.

Die Kaiserin Friedrich, die im benachbarten Kronberg ihren Witwensitz hatte, gehörte im übrigen zu den Förderern der Falkensteiner Einrichtungen, die 1882 noch durch eine sogenannte „Volksheilstätte“ ergänzt worden waren.Die Einrichtung einer Heilanstalt für kranke und genesende kaiserliche Offiziere, die den Namen „Offizierheim Taunus“ erhielt und 1909 eingeweiht wurde, hatte dann bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges zahlreiche Besuche von Kaiser und Kaiserin in Falkenstein zur Folge. Am 24. Mai 1914, nur wenige Monate vor Kriegsbeginn, konnte eine neue evangelische Kirche eingeweiht werden. Die evangelischen Einwohner Falkensteins, die damals etwa ein Drittel der Bevölkerung ausmachten, hatten sich seit langem um die Errichtung eines Gotteshauses bemüht, was ihnen nun durch Unterstützung des Kaisers endlich gelungen war. Als der Krieg im November 1918 zu Ende ging, waren 38 Falkensteiner gefallen und noch viele in Kriegsgefangenschaft. Falkenstein lag am Rande der besetzten Zone – die Grenze verlief an der „Hohe Mark“ – und Anfang Dezember 1918 marschierten französische Verbände im Dorf ein. Das Offiziersheim, einst für 52 erholungssuchende kaiserliche Offiziere errichtet, wurde Kaserne und zeitweise mit bis zu 800 französischen Soldaten, die 300 Pferde mit sich führten, belegt. Die erste Gemeindevertretung nach dem Weltkrieg setzte sich 1919 aus folgenden Vertretern zusammen: Zentrum 5; SPD: 4; Demokraten: 2; Deutschnationale: 1.

Die Besatzungszeit, die bis 1930 andauerte und nach französischen dann später englische Truppen hierher brachte, stellte aufgrund der strengen Reglementierung, der Kontrollen und Behinderungen des täglichen Lebens für die gesamte Bevölkerung eine große Belastung dar. Im Oktober 1919 nahm der Verein seine Tätigkeit wieder auf. Der Krieg hatte die Reihen gelichtet, viele waren nicht wieder zurückgekehrt, andere warteten noch in französischer Gefangenschaft auf die Heimkehr. Die Aktivitäten des MGV in der Zeit von 1920 bis 1925 sind vor allem durch die Ausrichtung oder Beteiligung an Wohltätigkeitsveranstaltungen gekennzeichnet, wobei die Anlässe ganz unterschiedlich waren. So wurden die deutschen Kriegsgefangenen in Sibirien ebenso bedacht wie das Königsteiner Krankenhaus, die Suppenküche in Kronberg sowie bedürftige Kinder, um nur einige der Begünstigten zu nennen. Sofern diese oder auch andere Konzerte in Falkenstein stattfanden, bevorzugte der Verein als Veranstaltungsort den großen Saal des ehemaligen Offiziersheims, das seit 1921 wieder als ziviles Erholungsheim zur Verfügung stand und jetzt den Namen „Obertaunusheim“ führte. Dies war auch der Ort, an dem der musikalische Teil des 50-jährigen Jubiläums, ein großes Konzert am 12. Juli 1925, stattfand.

Trotz der schwierigen Zeiten hatte man es sich nicht nehmen lassen, diesen Anlaß sehr festlich zu begehen. Das Jubiläumsjahr schloß mit einem Ausflug an den Rhein. Verständlicherweise war der Rheingau häufiges Ziel von Vereinsausflügen. So hatten die Mitglieder bereits 1922 eine zweitägige Fahrt nach Rüdesheim unternommen, in deren Verlauf der Verein in der dortigen Stadthalle sowohl ein Konzert gab als auch ein Theaterstück in hessischer Mundart präsentierte. Die Jahre bis zum Beginn des „Dritten Reiches“ brachten dem Verein eine ganze Reihe von musikalischen Höhepunkten: 1926 erstes Rundfunkkonzert in Frankfurt, 1927 zwei Konzerte aus Anlaß der Internationalen Musikausstellung in Frankfurt, 1928 Teilnahme einer Vereinsdelegation am Deutschen Sängerfest in Wien und schließlich 1932 aktive Teilnahme am Deutschen Sängerfest in Frankfurt am Main. Aus diesem Anlaß erschien in der Deutschen Sängerzeitung folgende Notiz: „Zu den Vereinen, die eine fortschrittliche Chorgesinnung hegen, gehört der Falkensteiner Männergesangverein, Chorleiter Ludwig Sauer…“. Ein Ereignis anderer Art soll nicht unerwähnt bleiben. 1929 wurde eine neue Vereinsfahne ihrer Bestimmung übergeben. Der Entwurf, in Anlehnung an die alte Fahne gefertigt, stammte von dem Sänger Josef Dietz. Die Handarbeiten wurden von einer Gruppe von Frauen unter der Leitung der Vereinswirtin Lisa Wolf ausgeführt.

Die französische Besatzungsmacht hatte 1918 einen neuen Verwaltungsbezirk (Hilfskreis), zu dem auch Falkenstein gehörte, mit Sitz in Königstein eingerichtet und den dortigen Bürgermeister zum Landrat ernannt. 1923 bildete sich aus dem Männergesangverein „Harmonia“ heraus ein weiterer Chor, nämlich der Arbeitergesangverein „Freiheit“, der sich zeitweise auch „Volkschor“ nannte und auch als gemischter Chor auftrat. Jetzt gab es also drei Gesangvereine in Falkenstein. Als weiterer Musikverein wurde 1925 der „Mandolinenclub Falkenstein“ gegründet. Das Vereinsleben gedieh trotz der von den Besatzungsmächten gezogenen Grenzen und der schwierigen wirtschaftlichen Gegebenheiten (Inflation) insgesamt verhältnismäßig gut. Zum Ende der Besatzungszeit fand in der Nacht zum 1. Juli 1930 eine eindrucksvolle Feier mit Fackelzug , Glockengeläut, Böllerschüssen, Freudenfeuer, Liedern und Ansprachen am „Schönblick“ statt. Noch nie zuvor hatte sich die Veränderung der politischen Landschaft so massiv bis in das Vereinsleben hinein ausgewirkt wie dies 1933 nach der Machtübernahme der Nazis durch deren „Gleichschaltungsgesetz“ der Fall war. Das „Führerprinzip“ wurde überall durchgesetzt. Der bisherige Vorsitzende hieß jetzt „Vereinsführer“. Dies betraf selbstverständlich auch den Männergesangverein Falkenstein. „Eine Vorstandswahl findet nach dem neuen Führersystem nicht mehr statt“, heißt es im Protokoll der Hauptversammlung von 1935. Die Mehrheit des Führerrates (bisher Vorstand) sollte – so die neue Vorschrift – der Partei oder einer ihrer Organisationen angehören. Der damalige Vorstand des MGV entsprach in seiner Zusammensetzung dieser Anforderung nicht. Es bedurfte daher einigen Geschicks, um die neuen Bestimmungen zu erfüllen, ohne daß sich einzelne Mitglieder in eine allzu große Abhängigkeit begaben und ohne daß der Bestand des Vereins gefährdet war. Es traten daher Mitglieder, die der neuen Richtung nahestanden, pro Forma dem Führerrat (Vorstand) bei, so daß der verlangte Proporz erreicht war. Die NSDAP und ihre Gliederungen waren überall präsent und kontrollierten das gesamte öffentliche Leben. Jede Veranstaltung, selbst Weihachtsfeiern und Familienabende, bedurften einer vorherigen Genehmigung durch die örtliche Parteileitung (Ortsgruppenleiter). Zu diesem Zweck mußte jeweils ein genauer Programmablauf vorgelegt werden. Im Frühjahr 1934 mußten sämtliche Verantwortlichen des Vereins eidesstattliche Erklärungen abgeben, daß die Gleichschaltung des Vereines erfolgt sei, daß man sich nie marxistisch betätigt habe, sondern rückhaltlos hinter der neuen Regierung der nationalen Erhebung stehe und daß der Dirigent niemals zuvor einen Arbeitergesangverein geleitet habe. Der Verein mußte auch sein Liedrepertoire den neuen Vorstellungen anpassen. Manche Gesänge waren künftig verboten, dafür dominierte jetzt das „nationale Liedgut“. Die Teilnahme an den sich häufenden offiziellen Terminen war unumgänglich. Bedingt durch die verstärkte Tätigkeit etlicher Mitglieder in den nationalen Organisationen, die für den einzelnen einen nicht unerheblichen Zeitaufwand mit sich brachte – nicht selten wurden diese Termine bewußt auch so angesetzt, daß eine Teilnahme an anderen Aktivitäten nicht möglich war – ging die Zahl der aktiven Mitglieder des Vereins ständig zurück: 1934 zwölf Austritte; 1935 10 Austritte. Vor allem die älteren Sänger konnten diese Entwicklung nicht verstehen. Im Zusammenhang mit den bewußten Terminüberschneidungen ist die provozierende Frage eines alten Sängers an die Jüngeren überliefert: „Wer war dann eher da, die (gemeint waren die Nazis) oder wir“ ? „Wir!“

Der Mitgliederbestand betrug Ende 1936 nur noch 42 aktive und 61 passive Mitglieder Trotz all dieser Schwierigkeiten setzte der Verein seine Tätigkeit mit der gleichen Intensität wie früher fort und veranstaltete Konzerte, gesellige Abende, Ausflüge und Familienfeiern. Das 60-jährige Vereinsbestehen wurde wiederum mit einem großen Konzert begangen. Seit dem Sommer 1939 mehrten sich dann die Einberufungen. Allein im August mußten 17 Sänger einrücken, was eine starke Einschränkung der Gesangstätigkeit bedeutete. Die letzte Veranstaltung vor dem Ausbruch des Krieges war ein Vereinsausflug mit einem „KdF-Zug“ von Kronberg nach Heidelberg (Fahrpreis 2,60 Reichsmark), an dem 70 Falkensteiner teilnahmen. Noch stärker als während des Ersten Weltkrieges litt jetzt die gesangliche Tätigkeit des Vereins, denn zu der Abwesenheit zahlreicher Aktiven kam noch die Gefahr der Fliegerangriffe hinzu. Der äußerst verdiente Dirigent Ludwig Sauer verstarb nach mehr als dreißigjähriger Tätigkeit für den MGV im Frühjahr 1940. Sein Sohn Dr. Gustav Sauer erklärte sich später bereit, die Leitung des Chores weiterzuführen. Die Anzahl der Proben wurde jedoch auf ein- bis zweimal monatlich reduziert, zumal Dr. Sauer zu diesem Zweck jeweils aus Mainz anreisen mußte. 1944 zählte der Verein noch 82 Mitglieder (36 aktive, 46 passive), von denen allerdings 26 im Krieg waren. Der Vorstand sah es als eine besondere Aufgabe an, während dieser Zeit mit Kriegsteilnehmern aus den Reihen des Vereins in einem ständigen Briefkontakt zu bleiben. Die Ergebnisse sämtlicher freier Wahlen zwischen 1928 und 1933 zeigten in Falkenstein eine eindeutige Mehrheit (jeweils über 60%) für die demokratischen Parteien, wobei das Zentrum mit über 40% immer an der Spitze lag. Noch im Frühjahr 1933 in der letzten halbwegs freien Reichstagswahl stimmten in Falkenstein nur 27% der Wähler für die NSDAP, während der Durchschnitt im Deutschen Reich bei fast 44% für diese Partei lag. Die „Gleichschaltung“ und weitere Verbote bedeuteten das Ende etlicher Vereine und Gruppen. Der Arbeitergesangverein „Freiheit“ wurde verboten, der Gesangverein „Harmonia“ löste sich auf. Die katholischen Organisationen und Verbände, die zunächst noch den Schutz des Reichskonkordates genossen, wurden in den Folgejahren verboten und ihr Vermögen eingezogen. In Falkenstein betraf dies sämtliche katholischen Jugendgruppen einschließlich den aus dem katholischen Bereich kommenden Sportverein „Deutsche Jugendkraft“. Das Eigentum der jüdischen Einwohner Falkensteins wurde im November 1938 zerstört oder beschädigt. In der früheren Villa Rehe im Reichenbachweg wurde ein NSV-Müttererholungsheim eingerichtet. Sowohl das Offiziersheim als auch das Hotel „Frankfurter Hof“ dienten während des Krieges als Lazarett. Im Rahmen der Flugabwehr wurde auf den Feldern oberhalb des Ortes eine Scheinwerferstation mit Richtfunk installiert. Zahlreiche Familien, die in Frankfurt und anderswo ausgebombt waren, kamen nach Falkenstein und mußten aufgenommen werden. Gegen Ende des Krieges mehrten sich die Fliegerangriffe. In der Nacht zum 3. Februar 1945 wurden bei einem Bombenangriff im unteren Ortsteil verschiedene Häuser getroffen und zerstört. Über 50 Brände mußten in dieser Nacht gelöscht werden. Am Nachmittag des 29. März 1945, es war der Gründonnerstag, ging mit dem Einmarsch der Amerikaner in Falkenstein der Krieg zu Ende.

Ähnlich schnell wie nach dem Ersten Weltkrieg bemühten sich die Verantwortlichen des Männergesangvereins 1947 um einen Neuanfang. Der bei der amerikanischen Besatzungsmacht zu stellende Antrag auf Wiederbegründung des Vereins wurde positiv beschieden und so konnten die Gesangsproben wieder aufgenommen werden. Als musikalischen Leiter hatte man Musikdirektor Curt Siebert aus Kronberg gewinnen können, der mit dem Verein schon bald Wertungssingen und Wettstreite besuchte. So gelang es durch die Tatkraft und den Mut der Verantwortlichen, den Verein erneut schnell auf ein hohes Niveau zu bringen und an frühere Erfolge anzuknüpfen. In diesem Zusammenhang erscheint es angebracht, die Verdienste eines Mannes besonders hervorzuheben: Anton Pfaff. Er war 1910 dem Verein beigetreten und hatte in den schweren Jahren der Nazizeit, des Krieges und des Wiederaufbaus, nämlich von 1933 – 1937, von 1939 – 1952 und von 1958 – 1963 den Vorsitz inne und die Vereinsgeschicke unbeirrt aber mit Umsicht und Bedacht geleitet. 1950 stand das 75-jährige Jubiläum an. Es wurde in einem der Zeit angemessenen Rahmen gefeiert. Allerdings erstellte man zum ersten Mal eine Festschrift. Auf Curt Siebert folgte Kurt Buda als Dirigent und 1958 übernahm dann Adolf Gräser die Leitung des Chores. Ähnlich wie seinerzeit Sauer hat Gräser den Verein mehr als 30 Jahre lang dirigiert und außerordentlich viel zur musikalischen Ausbildung der Sänger beigetragen. Falkenstein lag in der amerikanischen Zone. In den ersten Nachkriegsjahren hatten die alliierten Hochkommissare, die häufig in Frankfurt tätig waren, Wohnsitze in Falkenstein. Die Villen im Reichenbachweg waren beschlagnahmt, die Straße für Zivilisten gesperrt und auch verschiedene Häuser in der Feldbergstraße wurden von amerikanischen und englischen Offizieren bewohnt. Die Gemeinde hatte große Probleme mit der Wasserversorgung und der Wohnraumbeschaffung, da ab 1946 mehr als 300 Heimatvertriebene und Flüchtlinge in das Dorf kamen. Bei der Integration dieser Menschen haben sich die örtlichen Vereine große Verdienste erworben. 1946 nahm der Fußballverein seine Tätigkeit wieder auf, MGV und Mandolinenclub folgten 1947 und 1950 kam der Kur- und Verkehrsverein, heute Heimatverein, hinzu. Die erste Kommunalwahl nach dem Krieg 1948 ergab folgende Zusammensetzung des Gemeindeparlamentes: CDU 5, FDP 4, SPD 3 Vertreter. Ehrenamtlicher Bürgermeister war von 1945 bis 1948 Hermann Groß (CDU), ihm folgte Ludwig Schmitt (parteilos), der das Amt – ab 1952 hauptamtlich – bis zu seiner Pensionierung 1968 bekleidete. Während die Einwohnerzahl vor Kriegsbeginn bei knapp 1000 lag, stieg sie 1946 auf 1560 und betrug aufgrund eines großen Zuzugs aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet und einer damit verbundenen umfangreichen Bautätigkeit 1961 bereits 2600. Der Anstieg der Einwohnerzahlen führte innerhalb der katholischen Kirchengemeinde zu weitreichenden Überlegungen: 1953 kam es zur Errichtung einer eigenen Pfarrvikarie Falkenstein. 1956/58 wurde das Schiff der alten Kirche von 1725 abgerissen und durch einen geräumigen modernen Neubau ersetzt. In den 50er und 60er Jahren schien es fast so, als ob Falkenstein noch einmal an seine alte Tradition als Fremdenverkehrsort am Rande des Rhein-Main-Gebietes anknüpfen könnte (1961: 4000 Kurgäste mit 24.000 Übernachtungen), aber die Blüte war nur von kurzer Dauer. Mit zunehmendem Wohlstand und größerer Mobilität veränderten sich schnell die Urlaubsziele und –gewohnheiten der Menschen: man suchte eher die Sonne in südlichen Ländern und auch als Wintersportregion war der Taunus nicht mehr gefragt.

Mit dem neuen Dirigenten Adolf Gräser und unter dem Vorstand mit Günter Boller (1963-1992) an der Spitze, wurde der Verein schnell zu einem der leistungsfähigsten Chöre unserer Region. Dies zeigte sich ganz besonders im Jahre 1965, in dem der MGV auf sein 90-jähriges Bestehen zurückblicken konnte und dieses Ereignis mit einem beachtlichen Festprogramm beging, das an die 1200 Sänger nach Falkenstein brachte. Noch zu keinem Zeitpunkt hatte eine Veranstaltung so viele Besucher nach Falkenstein geführt. Fast 40 Jahre nach der ersten Rundfunkaufnahme (1926) folgte 1965 die zweite, und zwar im Rahmen der Sendereihe des Hessischen Rundfunks „Hessische Chöre singen“ in Frankfurt am Main. 1970 unternahm der Verein seine erste größere Reise, Ziel war Berlin. Gemeinsam mit dem MGV Oberreifenberg, der ebenfalls unter der Leitung von Adolf Gräser stand, fuhren die Sänger mit zwei Omnibussen in die geteilte Stadt. Ein großes Konzert im Ernst-Reuter-Saal, das die Chöre aus dem Taunus mit dem Berliner Chor Nord 06 sowie dem Chor und Orchester der AEG zusammenführte, war der Höhepunkt des Berlinbesuches. Nicht nur in der Ferne, auch in der näheren Heimat zeigte der Verein 1970 sein Können. Beim Besuch zweier Wettstreite in Kronberg und Montabaur wurden schöne Erfolge errungen. Seit dem Abschluß einer Partnerschaft zwischen Falkenstein und Le Mêle, einer kleinen Gemeinde in der Normandie, bestanden auch freundschaftliche Verbindungen in das Nachbarland Frankreich. So kam es dann 1972 zur ersten Auslandsreise des MGV nach Le Mêle. Bei einem eindrucksvollen Gottesdienst, den der Bischof der Diözese Sees hielt, übernahm der Verein die gesangliche Ausgestaltung. Ein musikalisches Ereignis besonderer Art war ohne Zweifel das Gemeinschaftskonzert mit dem seinerzeit in der Normandie sehr bekannten Chor „Schola Cantorum de l´Orne“ in der überfüllten Meloiser Kirche.

In den 70er Jahren verstärkte der MGV mit Erfolg seine Bemühungen um die Nachwuchsförderung, so daß ein Jugendchor gegründet werden konnte, um den sich damals vor allem der leider zu früh verstorbene Hans Honisch besonders verdient gemacht hat. Aus dieser Jugendgruppe heraus wuchs dann dem Verein später eine Reihe junger Sänger zu. Noch nie hatte ein Verein in Falkenstein ein 100jähriges Bestehen feiern können, insofern war es ein besonderes Fest mit einem umfangreichen Programm, das der MGV 1975 unter großer Beteiligung der Bevölkerung der gesamten Region feiern konnte. 40 befreundete Vereine kamen zu Taunusliederabend, Freundschafts- und Punktwertungssingen und zeigten vor einem fachkundigen Zuhörerkreis ihr Können. In einer ansprechenden Festschrift wurde erstmals ausführlich die gesamte Vereinsgeschichte – eingebunden in die Ortsgeschichte – dargestellt und so einem großen Interessentenkreis nähergebracht. 1963 kam es zu einem Großbrand im Hauptgebäude der damaligen Lungenheilstätte, der jedoch von fast 100 Feuerwehrleuten aus der gesamten Umgebung erfolgreich und ohne Personenschäden bekämpft werden konnte. Die langjährigen Bemühungen, eine Verlegung der Lungenheilstätte aus der Ortsmitte Falkensteins zu erreichen, hatte dann 1964 schließlich Erfolg und der Landeswohlfahrtsverband Hessen richtete in den Gebäuden und Räumen des ehemaligen Offizierserholungsheims die „Taunusklinik“ für Multiple-Sklerose-Kranke und Spastiker ein. Im gleichen Jahr konnte die Gemeinde durch die Inbetriebnahme eines neuen Hochbehälters oberhalb des „Schönblick“ die Wasserversorgung der ständig wachsenden Bevölkerung weitgehend sicherstellen. 1967/68 schloß Falkenstein als erste Landgemeinde des Hochtaunuskreises eine Partnerschaft mit Le Mêle im französischen Departement Orne in der Normandie. Im Frühjahr 1968 trat Ludwig Schmitt als Falkensteiner Bürgermeister in den Ruhestand. Die Gemeindevertretung wählte Georg Hahl, Amtmann in der Stadtverwaltung Königstein, zu seinem Nachfolger. Anfang der 70er Jahre- kurz vor dem Verlust der Selbständigkeit – gelang es Falkenstein, sowohl eine neue Grundschule als auch ein Bürgerhaus zu errichten. Im Rahmen der Hessischen Verwaltungsreform wurde die Gemeinde Falkenstein mit Wirkung vom 1. August 1972 in die Stadt Königstein eingegliedert. Eine Klage beim Bundesverfassungsgericht gegen diese Fusion wurde abgewiesen. Der Stadtteil Falkenstein erhielt im Zuge der kommunalen Neuordnung einen Ortsbeirat als lokales Vertretungsgremium. Bei dem Rückblick auf ein mehr als hundertjähriges Vereinsgeschehen ist es sicher angebracht, die weiter zurückliegenden Zeitabschnitte ausführlicher zu behandeln und die Ereignisse der erst kürzlich vergangenen Jahre, welche die allermeisten der Leser noch erlebt haben – nicht zuletzt auch aus Platzgründen – kürzer wiederzugeben.