Zum Kellerfest leuchtete der Nachthimmel über Falkenstein

Königsteiner Woche – Falkenstein (el) – Es ist eines dieser Feste, auf die man sich jedes Jahr aufs Neue freut und das dann immer wieder viel zu schnell vorbei ist. Das ist zumindest das subjektive Empfinden der Kellerfest-Besucher, die im vergangenen Jahr ausnahmsweise einmal aussetzen mussten, da der gastgebende Verein – der MGV Falkenstein – sein 140-jähriges Bestehen feierte. Rund um das Jubiläum waren ohnehin schon verschiedene Veranstaltungen gruppiert, die es unmöglich machten, das Kellerfest auch noch durchzuführen. Umso größer war daher in diesem Jahr die Vorfreude, als man am ersten Abend des Festes, zu dem für Samstag und Sonntag eingeladen wurde, nach einem für so manchen schweißtreibenden Aufstieg durch das Falkensteiner Burgtor schritt. Zu allererst – und da gab es für keinen der Besucher ein Vorbeikommen – galt es, dem einmaligen Panorama, dem atemberaubenden Blick über die Mainebene, Tribut zu zollen. Wo sonst kann man solche Ausblicke über eine ganze Region erhaschen? Mit diesen Bildern im Kopf stieg man dann die Treppen in die Festkeller empor, um sich mitten im Geschehen wiederzufinden.

„Am Samstag hatten wir eine tolle Stimmung auf der Burg, es waren an die 350 Leute da“, zog MGV-Vorsitzender Markus Schleicher hinterher ein positives Fazit, selbst wenn der Sonntag aufgrund der Hitze einige davon abgehalten hatte, den Aufstieg zu wagen. Aber dieser, dem Wetter geschuldeter Umstand lässt sich wohl eher unter „Randnotizen“ verbuchen. „Viel erwähnenswerter ist da die Tatsache, dass man im Fanclub ‚MGV Nord‘, der sich vor etwa 15 Jahren zum Kellerfest gegründet hat, und seitdem zu den Stammgästen eines jeden Festes auf der Burg zählt, großartige Helfer beim Auf- und Abbau des Kellerfestes gehabt habe“, betonte Schleicher. Diese Hilfe hat man sehr gerne angenommen, zumal – und auch das ist kein Geheimnis – der Altersdurchschnitt der Sänger Jahr für Jahr in die Höhe schnellt, sodass man für junge helfende Hände dankbar ist. Den vom Verein angebotenen Fahrdienst hätte so mancher, der nicht so gut zu Fuß ist, genutzt, so Schleicher weiter, der sogar am Freitag, einen Tag vor dem eigentlichen Kellerfest, ein Plus in der Vereinskasse verbuchen durfte. Wie bereits 2014, hatte die Feuerwehr der Gesamtstadt den Umstand genutzt, dass die Garnituren für das Kellerfest schon einen Tag vorher aufgebaut waren, sodass die Wehren hier am Freitag mit 130 Mann feiern konnten. Bewirtet wurden sie durch die MGV-Mitglieder, sodass beide Seiten einen Vorteil daraus hatten.

Einen Versuchsballon habe in diesem Jahr das angebotene Karaoke-Singen dargestellt, sagte Schleicher, der jedoch nicht verraten wollte, ob unter den Karaoke-Kandidaten so manches potenzielle Chormitglied gewesen ist. Der gemischte Chor des MGV hatte jedenfalls ebenso mit drei Liedern seine Empfehlung am Sonntag abgegeben. An diesem Nachmittag gab es darüber hinaus auch noch Grund zum Jubeln für so manchen, der zuvor fleißig Losabschnitte ausgefüllt und in die große Lostrommel geworfen hatte. Die Preise waren von zahlreichen lokalen Unternehmen gesponsert worden, was wiederum ein Beleg für die Akzeptanz dieses Festes in der Bevölkerung ist. Und weil er das Kellerfest ebenso wie die Bürger liebt, übernimmt ein anonymer Spender seit Jahren die Kosten für das spektakuläre Feuerwerk über Burg Falkenstein, das auch in diesem Jahr – und diesmal wirklich ganz besonders – alle noch Stunden und Tage hinterher schwärmen ließ. Der Nachthimmel über der Burgruine wollte nicht aufhören zu leuchten und der Funkenregen und die Figuren am Himmel schienen kein Ende zu nehmen, was wirklich auch keiner der Besucher wollte, so wunderbar war der Anblick.

Für die musikalische Versorgung der Gäste war zu diesem Fest DJ Rainer Meser zuständig, wobei man hier auch wieder auf eine lokale Verbindung zurückgegriffen hatte, die sich auszahlen sollte. Der DJ hatte sehr zum Gefallen der doch überwiegend älteren Gäste viele Evergreens im Gepäck, mit denen jeder etwas anfangen konnte, selbst wenn man nicht immer den eigentlichen Titel benennen konnte und dies in eine Art Quiz mit dem Tischnachbarn mündete.

Nach den Sommerferien nimmt auch das weitere Jahresprogramm der Falkensteiner Sänger so richtig Fahrt auf. Für den 8. Oktober ist ein Ausflug nach Mainz geplant, für den man sich gerne noch anmelden kann. Neben einem Museums- und dem Dombesuch steht auch noch eine Brauhausführung an. Auf der Agenda steht ebenso ein „Hessischer Abend“ mit Hermann Groß bei Fleischwurst & Co. Danach geht es stark auf Weihnachten zu und somit sei an dieser Stelle schon mal auf das Weihnachtskonzert am 17. Dezember hingewiesen, das der MGV diesmal gemeinsam mit der Singgemeinschaft Königstein veranstalten wird.